Götter und Gottheiten
Griechische Götter - Artemis
Artemis war in der griechischen Mythologie eine der zwölf großen
olympischen Gottheiten, die Göttin der Jagd, des Wachstums und der Geburt
und gleichzeitig die Beschützerin der Schwachen und Kinder. Sie ist die
Tochter der Leto und des Zeus und die Zwillingsschwester von Apollon, bei dessen
Geburt sie Leto geholfen haben soll.
Artemis war eine Mondgöttin bei den Amazonen. Die Römer setzen sie
mit Diana gleich. Ihre Statue in Ephesus stellt sie über und über
bedeckt mit Brüsten (nach anderer Deutung handelt es sich um Stierhoden)
dar, was sie als Ernährerin aller Lebewesen verkörpert. Andererseits
lautete ihr Name in Sparta "Artamis", was soviel bedeutet wie "Schlächterin".
Die neusteinzeitliche Artemis scheint eine blutrünstige Göttin gewesen
zu sein. Auf Tauris opferten die Frauen unter der Hohepriesterin Iphigenie alle
Männer, die sich an die Küste verirrten. In Hierapolis wurden Männer
durch Hängen am Artemis-Tempel geopfert. In Attika besänftigte man
Artemis durch symbolische Enthauptungen (bei denen der Hals eines Mannes mit
dem Opferschwert geritzt wurde, bis Blut floss).
Der zerstörerische Aspekt der Artemis wurde vor allem bei abnehmendem
Mond geehrt. Sie führte die nächtliche Jagd an, während welcher
sie den gehörnten Gott Aktaion in Stücke riss. In der Realität
wurde diese Jagd von Artemis-Priesterinnen nachgespielt, die mit Hundekopf-Masken
bedeckt waren und einen als Hirsch verkleideten Mann jagten.
Die "vielbrüstige" Artemis aus Ephesus hingegen war die Patronin
der Ernährung, der Fruchtbarkeit und der Geburt. In dieser Funktion wurde
sie jedoch von ihrem eigenen Zwillingsbruder Apollon bekämpft: Auf der
ihm geweihten schwimmenden Insel Delos waren Geburten verboten. Schwangere Frauen
wurden von der Insel entfernt, um den Gott nicht durch eine Geburt zu erzürnen.
(Quelle: Auszüge aus Wikipedia)
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